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Aloe Vera

Wer kennt sie nicht die Aloe Vera? Sie ist besonders für ihre medizinische Wirkung bekannt und deshalb ist sie Bestandteil diverser Hautpflegeprodukten, Shampoos und Gels. Denn das besondere der Pflanze ist, dass du mit ihrem Gel kleine Wunden und Verbrennungen heilen kannst. Da die Aloe Vera zudem pflegeleicht und sehr dekorativ ist, eignet sie sich außerdem hervorragend als Zimmerpflanze.

Steckbrief

Größe

ausgewachsen: 60 cm

Wasserverbrauch:

niedrig

Standort:

direkte Sonne

leicht schattig

Halbschatten

Mindesttemperatur:

Tags: 10°C

Nachts: -2°C

Allgemeines

Die Aloe Vera wird im Deutschen auch als Echte Aloe oder Bitterschopf bezeichnet. Auch wenn sie mit ihren Blättern eher wie eine Kaktee oder Agave aussieht, ist sie ein sogenanntes Grasbaumgewächs. Ihre Blätter sind Sukkulententypisch dick und fleischig. Sie laufen spitz zu und haben stachelige Blattränder. Die Pflanz erreicht in Höhe und Durchmesser je nach Standort bis zu 60 Zentimeter. Im Januar bildet die Aloe Vera zwischen den Blättern einen langen Blütenstand. Er wächst senkrecht nach oben und bildet manchmal ein bis zwei Seitenzweige. Diese Blütenstände haben gelbe, rote oder orangefarbene Röhrenblüten. In der Natur blüht die Aloe Vera etwa drei Monate im Jahr, im heimischen Wohnzimmer ist es leider sehr selten, dass die Pflanze blüht. Ca. 250 Arten der Gattung Aloe werden heilende Kräfte zugesagt. Schon seit hunderten Jahren nutzen Menschen den Saft ihrer Blätter zur Hautpflege und als Heilmittel gegen Erkrankungen. Die Pflanze stammt aus dem Gebiet der arabischen Halbinsel und wächst vor allem in der Wüste. Sie wurde über die Jahrhunderte in nahezu alle Länder exportiert und erfreut sich großer Beliebtheit. In Gegenden wie Deutschland, ist sie eine beliebte Zimmerpflanze- da sie hier aufgrund des Winterfrost draußen eingehen würde. 

Der richtige Standort

Die Aloe Vera ist eine sehr pflegeleichte Pflanze: sie fühlt sich sowohl auf einem halbschattigen Platz oder in der vollen Sonne wohl. In einer helleren Umgebung wächst die Pflanze schneller, verbraucht aber auch mehr Wasser. Bei zu dunklen Standorten steigt die Gefahr der Fäulnis bei zu viel Wasser. Es ist deshalb darauf zu achten, dass du die Pflanze nicht zu oft gießt.

Wie gieße ich meine Aloe Vera richtig?

Da die Aloe Vera wie ein Kaktus ihre Wasservorräte in ihren Blättern speichert, braucht sie nur sehr wenig Wasser. Die Wassermenge beeinflusst das Wachstumstempo. Je mehr Wasser die Pflanze bekommt, desto schneller wächst sie. Zu viel Wasser in Kombination mit zu wenig Licht kann aber schnell zu Fäulnis führen. Bei Fäulnis geht dir die Pflanze ein. Das klingt erst mal verwirrend aber: Weniger ist hier mehr-  Eine Aloe Vera bekommt selten zu wenig Wasser! Wenn sich die Spitzen zusammenziehen und rot werden, dann solltest du deine Pflanze öfter gießen. 

In der Zeit zwischen April und Oktober braucht deine Pflanze etwas mehr Wasser, um ein vollständiges Austrocknen des Wurzelballens zu verhindern. Ein grober Richtwert ist, dass du sie im Sommer einmal die Woche gießt. Im Herbst und Winter kann diese Sukkulente Wochen ohne Wasser auskommen. Am besten du gießt nach wenn die Erde ausgetrocknet ist. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht übernässt wird. Das bedeutet konkret, dass ein guter Wasserabzug besteht und sich kein Wasser im Untersetzer sammelt. Die Wurzeln der Aloe reagieren auf eine Überversorgung mit Wasser sehr empfindlich. Deshalb gieße sie lieber öfter mit kleinen Mengen an Wasser als seltener mit einer großen Wassermenge. Um auf Nummer sicher zu geben, wässerst du deine Aloe Vera am besten über einen Untersetzer. Hier sollte sich das Gießwasser allerdings auch nicht stauen.

Kann ich meine Aloe Vera mit Wasser besprühen?

Die Aloe Vera braucht nicht gesprüht zu werden, da e oder sie an trockene Luft gewöhnt ist. Gelegentlich sollte die Pflanze gespült werden, um den Staub zu entfernen. Dadurch bekommen die Blätter mehr Licht.

Wofür kann man die Aloe Vera verwenden?

Da die Aloe Vera nicht nur schön aussieht, sondern auch eine heilende Wirkung besitzt kannst du den Saft der Blätter zur Linderung und Heilung von Krankheiten und Verletzungen der Haut nutzen. Dazu kannst du ein Blatt abschneiden und den Saft auf die betroffene Stelle tun. Am besten du schneidest die unteren Blätter am Stängelansatz ab. Aus der Schnittwunde tropft der Aloe-Saft, den du in einem Glas auffangen kannst. Bei kleinerem Bedarf können auch Teile vom Blatt abgeschnitten werden. Dabei trocknet jedoch die Schnittwunde ein und kann braun werden.  Du solltest jedoch keinesfalls ganze Aloe-Blätter zur Nahrungsergänzung pürieren oder zu Smoothies verarbeiten. Das Schälen der Blätter, um wirklich nur das anthrachinon-freie Gel zu erhalten, überlässt du besser Fachleuten. Die meisten der in Aloe Vera enthaltenen Stoffe sind auch in heimischen Gemüsen und Früchten enthalten. Zudem ist die Aloe Vera positiv für dein Raumklima. So besitzt die Zimmerpflanze die Fähigkeit Formaldehyd aus der Raumluft zu filtern und auch nachts Kohlendioxid in Sauerstoff umzuwandeln. Daher eignet sich die Aloe Vera besonders gut für dein Schlafzimmer.

Anwendungsgebiete:

Ihre reinigende Wirkung hilft gegen Akne und ihre beruhigende Wirkung gegen Neurodermitis:

Der Saft eines frisch geschnittenen Blattes kühlt bei leichten Brandwunden und fördert den Heilungsprozess.

Außerdem unterstützt der Saft die Heilung von Schnittwunden, grundsätzlich schlecht heilenden Wunden und Abszessen.

In Pflegeprodukten mindert Aloe vera die Schuppenbildung, stärkt die Haarwurzeln und wirkt damit gegen Haarausfall.

Oral in der richtigen Dosierung aufgenommen, lässt sich der Pflanzensaft auch als Abführmittel einsetzen.

Wie topfe ich meine Aloe Vera um?

Wird deine Aloe Vera zu groß für ihren Topf, steht das umtopfen an. Je nach Alter geschieht dies etwa alle zwei bis vier Jahre. Als Erde wählst du sandige Kakteen- oder Sukkulentenerde, alternativ kannst du auch eine Kübelpflanzenerde benutzen. Diese solltest du allerdings  im Verhältnis 2:1 mit Sand oder Tongranulat anreichern. Da deine Aloe Vera kalk mag, kannst du ihr was gutes tun und der Erde einen Esslöffel kohlensauren Kalk untermischen. Nach dem Umtopfen muss die Pflanze meist mit zwei Holzstäben gestützt werden, bis sie neue Wurzeln gebildet hat. Da sie recht schwer ist, kann es sonst passieren, dass sie in der neuen Erde einfach umkippt.

Das Umtopfen geht ganz einfach: Du lockerst den Wurzelballen und befreist ihn grob von der alten Erde. Sind alte oder abgestorbene Blätter vorhanden, ist jetzt der richtige Zeitpunkt diese zu entfernen. Dann kannst du deine Aloe Vera in den neuen Topf einsetzen, idealerweise so tief wie sie vorher eingelassen war. Danach nur noch angießen und fertig.

Wie dünge ich meine Aloe Vera?

Da die Aloe Vera eine Wüstenpflanze ist, ist sie schlechter Boden gewöhnt. Daher braucht eine Aloe Vera nur wenig Nährstoffe. Daher ist Düngen nur bedingt notwendig. Am besten du Düngst im Frühjahr, weil die Zimmerpflanze in dieser Zeit am schnellsten wächst. Am besten eignet sich hierfür spezieller Kakteendünger. Du kannst natürlich auch einen universellen Pflanzendünger verwenden. Um die Aloe Vera nicht zu beschädigen, solltest du dann jedoch nur  1/4 der empfohlenen Menge verwenden. 

Krankheiten und Schädlinge

Deine Aloe Vera ist eine sehr robuste Pflanze, die kleine Pflegefehler verzeiht und kaum von Schädlinge oder Pflanzenkrankheiten befallen wird. Ausfälle sind fast immer auf Wurzelfäule durch falsches Substrat und zu viel Wasser zurückzuführen. In den Wintermonaten treten manchmal Schmier- und Wollläuse auf die von anderen Pflanzen übertragen werden können.

Kann man die Aloe Vera Pflanze essen?

Grundsätzlich sind die Blätter der Aloe Vera essbar- sie schmecken jedoch sehr bitter und wirken stark abführend. Deshalb ist es nicht empfehlenswert die Blätter direkt zu essen. Zum einsatz in der Küche verwendest du am besten bereits verarbeitete Aloe Vera Produkte.

Warum verfärben sich die Blätter meiner Aloe Vera?

Wenn die Blätter deiner Aloe Vera Pflanze verfärben, liegt es mit hoher Wahrscheinlichkeit daran, dass du sie zu viel gießt. Auch wenn du es nur gut meinst, bei der Aloe Vera gilt: Weniger ist mehr. Wenn die Pflanze zu viel Wasser bekommt, werden die Blätter braun und weich, oder sie fangen an zu hängen. Ist das der Fall, dann solltest du weniger gießen. Nach ein paar Tagen sollte sich deine Aloe Vera erholt haben. 

Wenn die Blätter gelb leuchten, kann dies an zu viel direktem Sonnenlicht liegen. Die Aloe Vera liebt viel Sonne, sie muss sich jedoch langsam daran gewöhnen. Platziere deine Aloe Vera einfach einen Meter weiter vom Fenster entfernt.

Wenn sich die Blattenden jedoch rot verfärben, kann es sein dass du sie zu wenig gießt.

Wie vermehre ich meine Aloe Vera?

Sukkulenten lassen sich allgemein sehr leicht vermehren. Die Aloe Vera bildet gern Ableger, sogenannte Kindel. Haben diese Triebe eine Länge von etwa fünf Zentimetern erreicht, können sie im Frühling oder Sommer einfach von der Mutterpflanze abgetrennt und einzeln in einen Blumentopf gesetzt werden. Hier wurzeln die Jungpflanzen schnell an.

Dazu musst du von deiner Pflanze einfach nur einen Ableger  mit einem scharfen Messer abschneiden. Es ist wichtig, dass du ein sauberes und scharfes Messer nimmst, damit du deine Aloe Vera nicht unnötig beschädigst. Damit dein Ableger nicht anfängt zu faulen, kannst du die Schnittwunde nach dem Abtrennen mit etwas Zimt desinfizieren. Zudem solltest du deinen Steckling ca. 2 h vor dem einpflanzen an der Luft trocknen lassen. Nach dem trocknen, kannst du deinen Steckling in Erde pflanzen und ihn leicht angießen. Damit dein Steckling schneller wächst, kannst du mit Frischhaltefolie einen Gewächshauseffekt erzielen. Dazu spannst du einfach etwas Frischhaltefolie über den Topf, damit deine Pflanze ausreichend Sauerstoff bekommt. Solltest du die Folie aber immer mal wieder anheben. Da Pflanzen im Frühjahr am schnellsten wachsen, ist auch die Vermehrung deiner Aloe Vera im Frühjahr am erfolgreichsten. Große Aloe Vera pflanzen kannst du beim Umtopfen auch einfach teilen.

Meine Aloe Vera hat unten einen langen Stamm gebildet. Was kann ich tun?

Durch das absterben oder entfernen von älteren Blättern, kann sich ein kleiner Stamm an deiner Aloe Vera bilden. Der sieht meist nicht sehr schön aus und deine Aloe Vera kann durch das Gewicht der Blätter umknicken. Um ein umknicken zu vermeiden kannst du deine Pflanze mit einem Stab stabilisieren. Um den unschönen Stamm zu verdecken und deiner Pflanzen mehr halt zu geben kannst du beim Umtopfen, den Stamm jedoch jedoch mit Erde bedecken. Dazu nimmst du einfach einen größeren Topf, löst die feste Erde im Ballen etwas und pflanzt so tief, dass du den größten Teil des Stamms mit Erde bedecken kannst. Nach einiger Zeit werden sich Wurzeln aus dem Stamm bilden. Somit kannst du diese Methode einfach immer anwenden wenn ein zu langer Stamm entsteht.

Wie kann ich meine Aloe Vera überwintern?

Auch wenn die Aloe Vera keine Kälte mag, kannst du deine Aloe Vera in Deutschland überwintern. Dazu stellst du sie am Besten in einem Raum mit gleichbleibender Temperatur – vorzugsweise über 5 °C und unter 15 °C und mit  viel Sonnenlicht. Ideal sind auch hier ein Wintergarten oder ein Südfenster in einem nicht zu stark beheizten Raum. Während der Winterpause musst du die Pflanze nur alle sechs Wochen mit Wasser versorgen und überhaupt nicht düngen. Sobald die ersten Blütentriebe erscheinen, darf die Pflanze wieder an ihren ursprünglichen Platz ziehen und kann wieder normal gegossen und gedüngt werden.

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