Warum der Bogenhanf in keinem Schlafzimmer fehlen darf

Der Bogenhanf (Sansevieria trifasciata) war meine allererste Sukkulente. Ich habe ihn bei Ikea gesehen und musste ihn sofort haben. Zuhause angekommen ist er sofort bei mit ins Schlafzimmer eingezogen, da er so schon einfach aussieht und perfekt zur Einrichtung passte. 

Bei der Recherche über meinen neuen pflanzlichen Mitbewohner bin ich zufällig darauf gestoßen, dass er die Luft reinigen soll und sich somit bestens für das Schlafzimmer eignet. Der Bogenhanf filtert Schadstoffe wie Benzol, Trichloräthylen, Xylole und Toluol aus der Luft und produziert nachts Sauerstoff. Das sorgt für einen besseren Schlaf in der Nacht. Diese  Giftstoffe sind besonders in Büroräumen in hohen Konzentrationen zu finden. Kein Wunder also, dass Bogenhanf häufig auch in Büros und Praxen aufgestellt wird. Dieser Effekt kam übrigens durch NASA-Forschungen ans Licht. Die amerikanische Weltraumbehörde suchte nach sauerstoffproduzierenden und schadstofffilternden Pflanzen zur Regulierung des Mikroklimas in Innenräumen. Als ich das erfahren habe, hab ich mir gleich ein paar mehr zugelegt. 😉 

Steckbrief

Sonne: Halbschatten

Wasser: Typischer Wasserbedarf für eine Sukkulente

Größe: bis zu 120 cm

Temperatur: -1.1° C

Winterhärte: nein

Vermehrung: Ableger und Kindel

Giftig: Kann giftig für Hunde und Katzen sein

Allgemeines

Es ist schwer, eine Sukkulente zu finden, die einfacher zu pflegen ist! Der Bogen wächst auch in schwachem Licht, was ihn zu einer perfekten Pflanze für das Schlafzimmer, das Gästezimmer oder einen Bereich in Ihrem Haus macht, der ein wenig Grün benötigt.

Der Bogenhanf kommt ursprünglich aus Afrika, bei meinem letzten Kuba Urlaub hab ich ihn jedoch auch dort entdeckt und war total entzückt! Entlang des wunderschönen Wasserfalls von El Nicho wächst meine Lieblings Sukkulente über große Flächen. Am liebsten hätte ich mir eine mitgenommen aber das geht ja leider nicht…

Der Bogenhanf ist die perfekte Anfängerpflanze, denn er nimmt es dir nicht übel auch wenn du ihn mal ein paar Wochen vergisst.

Wie gieße ich den Bogenhanf richtig?

Die Sansevieria trifasciata braucht tendenziell etwas weniger Wasser als andere Sukkulenten. Es ist am besten, die „Einweichen und Trocknen“-Methode anzuwenden und die Erde zwischen den Wassergaben vollständig austrocknen zu lassen.

Welcher Standort ist der Beste für meinen Bogenhanf?

Der Bogenhanf wächst am besten bei wenig Licht, so dass diese Sukkulente perfekt für dein Schlafzimmer ist. 

Er wandelt außerdem nachts CO2 in Sauerstoff um und reinigt so die Luft, während du schläfst. Außerdem filtert er Schadstoffe aus der Luft. Diese Stoffe können in Wandfarben, Möbeln, Klebern oder Waschmitteln vorkommen und so in unsere Wohnung gelangen. Augen und Atemwege können davon gereizt werden und es kann sogar zu Kopfschmerzen, Schwindel oder Herzrasen kommen.

Um dem entgegenzuwirken solltest du dir einige von dieser Sukkulente zulegen und zwar mindestens eine Pflanze pro 9 Quadratmeter. Laut NASA würde man so ein optimales Ergebnis erzielen. Und da die NASA das empfiehlt habe ich mir für meine Wohnung auch direkt 7 Stück gekauft. 😉 Jetzt brauche ich also theoretisch gar nicht mehr Lüften! 😀

Wie kann ich meinen Bogenhanf vermehren?

Den Bogenhanf zu vermehren ist fast so einfach, wie er zu pflegen ist. Um deinen Bogenhanf zu vermehren stehen dir sogar gleich mehrere Methoden zur Auswahl. 

Vermehrung durch einen Blattsteckling:

Um deinen Bogenhanf aus einem Blatt zu vermehren entfernst du ein gesundes Blatt mit einer sauberen Schere von der Mutterpflanze und lässt es einige Tage lang trocknen. Nach dem austrocknen kannst du es in gut durchlässige Erde setzt. Das trocknen ist notwendig damit dein Steckling nicht zu Schimmeln beginnt. Gieße immer dann, wenn die Erde vollständig ausgetrocknet ist.

Anstatt den Steckling in Erde zu pflanzen kannst du ihn auch im Wasser bewurzeln. Dazu füllst du ein Gefäß mit gerade soviel Wasser, dass das Blatt einige Zentimeter im Wasser steht. Danach stellst du den Steckling in indirektes Licht und wechselst das Wasser alle paar Tage.

Aus Seitentrieben am Topfboden vermehren:

Wenn dein Bogenhanf neue Wurzeltrieben zur Seite hin ausgebildet hat, kannst du ihn recht schnell und einfach darüber vermehren. Denn mit dem Eintopfen hast du quasi schone einen neuen Bogenhanf.

Um deinen Bogenhanf über einen Seitentrieb zu vermehren schneidest du den kleinen Trieb so ab, dass sich möglichst viel Pflanzengewebe aus dem Wurzelbereich an ihm und nicht an der Mutterpflanze befindet. Danach und pflegst du den Steckling einfach wie die Mutterpflanze. Sobald sich oben neue Blätter zeigen, haben sich auch die Wurzeln bereits entwickelt.

Vermehrung durch die Teilung:

Der Bogenhanf wächst aus einem großen wurzelähnlichen Organ, dem Rhizom. Dieses bildet eine große Masse unter der Erde, aus der die Blätter emporwachsen. Das Rhizom kann vorsichtig mit einer sehr scharfen Schere oder einer Gartensäge geteilt werden.

Achte darauf, dass an der entfernten Stelle mindestens ein gesundes Blatt aus dem Rhizom wächst. Am besten du lässt es einen Tag lang trocknen und pflanzt es dann in gut durchlässigen Boden um. Du solltest einige Tage nach dem Einpflanzen warten bis du das nächste Mal nachgießt.

Die Heilwirkung des Bogenhanfs

Der Bogenhanf ist ein wirklicher Alleskönner- neben der Luftfiltereigenschaft, verfügt er über Heilwirkungen. Er wird seit der Antike in afrikanischen Ländern zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt. Die aus dem Bogenhanf gewonnene Rohdroge gegen Schlangenbisse und Entzündungen ist in Südafrika und dem tropischen Amerika sehr beliebt.

Dass der Bogenhanf wirklich über interessante Heilkräfte verfügt, wurde inzwischen in diversen phytochemikalischen Analysen bestätigt. Mit an dieser Heilwirkung sind vermutlich Saponine beteiligt, wegen derer der Bogenhanf auch als giftig gilt. Viele Saponine sind tatsächlich nicht gesund, wie z.B. aus grünen Stellen an Kartoffeln und Tomaten. Da du den Bogenhanf doch recht selten kochst und in großen Mengen isst, sollte er für dich ungefährlich sein.

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